Wenn die Technik streikt

Wenn die Technik streikt

Die erste Nacht war gut – irgendwie etwas aufregend aber trotzdem recht gut geschlafen. In der Früh wurde es dann sogar unter der Zudecke kalt und so beschloss ich voller Tatendrang aufzustehen. Es ist kurz vor 6. Lecker Frühstück – mit Over-Night-Oats 😉 und Kaffee und dann ging’s auch schon los in Richtung Thusis. Der Plan für heute – in der Viamala Region etwas biken. Auf der Strecke zum Ausgangspunkt war noch ein netter Wegweiser zu einer Kirche „Peter Mistail“. Ich hatte Zeit und Muße und so ging ich die 1 km vom Parkplatz zur Kirche. Das ehemalige Frauenkloster liegt sehr idyllisch am Waldesrand. Die 2 Häuser neben der Kirche sind definitiv Bewohnt und es tummelt sich allerhand Vieh drumherum. Nett hier. Die Kirche ist in die Jahre gekommen und doch hat man den Eindruck dass hier schon auch Leute vorbei kommen. Es ist Blumenschmuck vorhanden und auch ein Kirchenführer liegt aus.

Nach diesem kurzen Abstecher ging‘ weiter nach Andeer – das liegt schon in Richtung San Bernardino so ungefähr 7 km südlich von Thusis. Dort angekommen – es gibt einen kostenlosen Parkplatz am Ort – habe ich mein Bike zusammengebaut und los ging’s diesmal mit Muskelkraft weiter Richtung Süden. Es sollte zur höchstgelegenen dauerhaft bewohnten Siedlung Europas gehen – nach Juf. Ich kam nicht weit. Zuerst hatte ich Schaltprobleme und dann noch einen Platten. Trotz Dichtmilch im Mantel wollte das Loch einfach nicht zugehen. Also zurück – weitere Dichtmilch nachgelehrt aber irgendwie hat’s nicht so recht geklappt. Dann noch versucht meine Schaltung wieder in Ordnung zu bringen – mit mässigem Erfolg. Nach gut 2 Stunden war das Setup dann so, dass ich es nochmal gewagt habe loszufahren. Nach 10 km war Schluß. Regen, Wind – ich hatte einfach keine Lust mehr. Also umgedreht und am „Magic Wood“ (cooler Boulderwald) eingekehrt. Kaffee und Apfelstrudel – Stolze 16 Fränkli. Aber gut wars!

einziges Bild von der Fahrradtour nach Auf
Einziges Bild von der Tour nach Juf

Zurück in Andeer alles wieder einpacken und dann ging’s Weiter in Richtung Julierpass. Leider wurde das Wetter und auch die Großwetterlage schlechter. So entschied ich mich in Rona eine Nacht zu verbringen mit der Hoffnung noch einen Flowtrail in Savognin zu fahren. Der Campingplatz ist top ausgestattet, sehr sauber und ruhig. Für 35 Fränkli die Nacht auch nicht ganz günstig.

Am nächsten Tag zeigt sich, dass die Wetterprognose doch einigermassen stimmte. Alles zugezogen, immer wieder Regen. Kein Flowtrail – weiter in Richtung Julier Passhöhe. Vorher noch einen kleinen Abstecher zum kleinen Kirchli nach Son Roc auf der Alpe Flix – das ist ein paar Kilometer vor der Passhöhe links hoch.

Weiter ging’s dann über Silvaplana, St.-Moritz zur Bergbahnstation Diavolezza. Hier war das Wetter etwas besser aber die Aussichten für den nächsten Tag auch nicht erquickend. Ausserdem für eine halbwegs attraktive Bergtour noch zu viel Schnee. Für alles andere zu wenig Ausrüstung! Also weiter ins sonnige Italien am Fuße des Bernina. Wie’s weitergeht? Erfahrt ihr im nächsten Bericht…

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